Immobilien: Kaufen oder Mieten?

Langenhagen, 10. Mai 2019  |  News

Lohnt es sich langfristig, eine Immobilie zu kaufen statt zu mieten? Einer Studie nach ist dies der Fall – auch wenn der Grad der Erschwinglichkeit variiert.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) stellte kürzlich ihre Studie „Wohnen in Deutschland 2019“ vor, welche Prognosen zur Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland beinhaltet. Die wesentliche Erkenntnis aus dem Report, der im Auftrag des Verbands der Sparda Banken erstellt wurde: In fast allen der rund 400 untersuchten Städte und Kommunen ist es langfristig günstiger, eine Immobilie zu kaufen, als sie zu mieten.

Dabei lohnt sich der Immobilienkauf ganz besonders in den neuen Bundesländern. Vergleiche man die Monatsmieten mit den monatlichen Kosten eines Selbstnutzers (einschließlich der Tilgung des Baukredits, Grunderwerbssteuer und Instandhaltung), liegen die Mieten im Durchschnitt 38 Prozent höher. In den alten Bundesländern liegt der durchschnittliche Kostenvorteil dabei bei 32 Prozent. Besonders in den Metropolen steigt die Ersparnis: In Berlin sind es 34 Prozent, in Hamburg sogar 39 Prozent. Auch in Stuttgart (29 Prozent) und Regensburg (15 Prozent) ist es langfristig lukrativer zu kaufen.

Vor allem in Ballungsräumen wird Wohneigentum vermehrt nachgefragt. In Metropolen bezahlen Käufer durchschnittlich rund 264.000 Euro für eine Wohnfläche von knapp 80 m². Am größten sind hier noch die Wohnungen in Berlin (77 m²) und in Köln (76 m²). In München hingegen erhalten Käufer für diesen Preis weniger als die Hälfte der Durchschnittsfläche, nämlich lediglich 39 m² Wohnraum. Im bundesweiten Schnitt beträgt die Wohnfläche 111 m². Kommt es zum Kauf, finanzieren die Deutschen ihre Immobilie mit einem durchschnittlichen Darlehen von 214.000 Euro – dies entspricht 81,05 Prozent des Durchschnittspreises. Für die Finanzierung von Wohneigentum wird in Städten im Mittel das 7,8-fache und in Landkreisen das 4,5-fache des Jahreshaushaltseinkommens (netto) aufgewendet.

Grundsätzlich erwarten die Analysten weiter andauernde positive Entwicklungen in Süddeutschland, im Rheinland sowie den Ballungsräumen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und Wolfsburg. Die hohe Attraktivität der Ballungsräume wird dabei weitere Einwohner anlocken und den ohnehin hohen Neubaubedarf noch weiter steigern, so die Experten des IW.

Langenhagen, 10. Mai 2019  |  News
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