Wohnimmobilien in Europa: Investoren setzen auf Berlin

Langenhagen, 15. August 2019  |  News

Auch 2018 schneidet der europäische Wohninvestmentmarkt gut ab. Insgesamt wuchs das Transaktionsvolumen in europäischen Städten gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent. Ein Drittel des in Europa investierten Kapitals entfiel dabei auf Deutschland. Den ersten Platz im europäischen Städteranking belegt dabei Berlin.

Laut Jones Lang LaSalle (JLL) wurden im Jahr 2018 56 Milliarden Euro in Europas Wohninvestmentmärkte investiert, ein Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zu 2017. Vor allem die Top 20 Metropolen in Europa lockten die Investoren. Gut 20,4 Milliarden Euro, und damit gut 35 Prozent aller Investments, flossen in Europas Metropolen. Mit einem Transaktionsvolumen von 3,11 Milliarden Euro konnte sich Berlin als stärkster Standort behaupten. Mit gehörigem Abstand folgt Kopenhagen auf Platz Zwei. In die dänische Hauptstadt wurden immerhin noch 2,43 Milliarden Euro investiert.

Deutschland im Fokus der Investoren

Nicht nur Berlin, auch Frankfurt am Main (Platz 5), Hamburg (Platz 8), Düsseldorf (Platz 12) und München (Platz 13) fanden sich in den europäischen Top 20 der Investoren. Obwohl Großbritannien sogar sechs Städte in den 20 Top Locations platzieren konnte, kann Großbritannien nicht mit den Investments in Deutschland mithalten. Ein Drittel des Kapitals, das in Wohnimmobilien investiert wurde, wurde in deutschen Städten platziert (+38 % auf 18,6 Mrd. Euro). Die investierten Summen der beiden nächstplatzierten Staaten Großbritannien (+150 % auf 6,7 Mrd. Euro) und Niederlande (+35 % auf 5,6 Mrd. Euro) fielen weitaus geringer aus.

Laut JLL kommt Deutschland vor allem die föderale Struktur mit mehreren Großstädten und zahlreichen Industriestandorten zugute. Spanien und Frankreich konnten jeweils zwei Standorte, Dänemark, Österreich, Irland und die Niederlande jeweils einen Standort unter den zwanzig europäischen Top Metropolen platzieren.

Steigende Investments aus dem Ausland

Grundlegend für das erfreuliche Geschäftsjahr 2018 waren vor allem die Aktivitäten ausländischer Investoren im europäischen Wohninvestmentmarkt. Auch langfristig geht JLL aufgrund der aktuellen sozio-ökonomischen Entwicklungen – wie sinkenden Haushaltsgrößen und einer zunehmenden Verstädterung – von einer positiven Entwicklung aus. „Die Performance des Sektors als defensive Investmentanlage dürfte bei Anlegern, die nach stabilen Cashflow- und Diversifizierungsvorteilen suchen, noch größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dies auch angesichts der technologiebedingten disruptiven Tendenzen beispielsweise im Einzelhandels- und Bürosektor“, heißt es von Jones Lang LaSalle.

Prognosen für den Investmentmarkt

Vor allem aufgrund der niedrigen Renditekorrelation sowie der vielen attraktiven Möglichkeiten für Projektentwickler wird das Interesse an europäischen Wohninvestments in den nächsten Jahren kaum sinken. „Investoren sind aber auch im breiteren Living-Spektrum aktiver geworden. Langfristige demografische Daten unterstützen die Entwicklung dieser Teilsektoren. Sie ermöglichen es Anlegern, unterschiedlichste Altersprofile zu erfassen. Studentenwohnheime, Senioren-/Pflegeimmobilien oder Co-Living bieten institutionellen Anlegern eine breite Palette von Investitionsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Risiko-Rendite-Profilen. Dabei spielt nicht nur eine höhere laufende Rendite eine Rolle, sondern auch eine geringere Regulierung und damit ein kurzfristig höheres Potential für ein Mietwachstum. Dies ist teilweise ein Ergebnis verkürzter Mietlaufzeiten von oft weniger als einem Jahr. Die Nachfrage nach diesen Produkten wird kurzfristig deutlich steigen“, prognostiziert JLL.

Langenhagen, 15. August 2019  |  News
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