Wohntrends im Jahr 2035: Sozial & Smart

Langenhagen, 21. November 2018  |  News

Die Ansprüche an den Vermieter werden sich einer Studie zufolge in den kommenden Jahren stark verändern. Wichtige Faktoren: Digitalisierung, Smart Homes und Flexibilität.

Im Jahr 2035 werden Mieter bevorzugt in kleineren, aber dafür günstigeren Wohnungen eines Stadtviertels leben. Sie wollen digital gut vernetzt sein und die Steuerung der Wohnung via Smartphone App erledigen. Diese Prognose wagt die Studie „Wohntrends 2035“, welche durch die Institute InWis aus Bochum und Analyse & Konzepte aus Hamburg erarbeitet und vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen veröffentlicht wurde.

Für die Studie wurden 3.000 Vermieter und Mieter zwischen Ende März und Ende Mai 2018 befragt. Die Ergebnisse sind anschließend mit wissenschaftlichen Zukunftsstudien kombiniert worden, um eine Prognose erstellen zu können.

Axel Gedaschko, Präsident des Verbandes, stellte die Ergebnisse rund um die zukünftigen Mieteransprüche gemeinsam mit Vertretern der Institute vor. Heraus kam, dass 44 Prozent aller Befragten lieber eine kleine Wohnung beziehen, sich dafür aber eine gute Ausstattung im technischen und digitalen Sinne wünschen. So würden Steuerungsmöglichkeiten für Heizung, Licht und Alarm, wie sie Smart Home Anbieter bereits anbieten, zunehmend gefordert. Sämtliche organisatorische Prozesse, von der Wohnungssuche über die Mieterauswahl bis hin zur Kommunikation mit dem Vermieter, sollen zudem online vonstattengehen. Bemerkenswert ist, dass sich laut Studie Menschen sämtlicher Altersklassen diesen Wandel wünschen; nicht nur beispielsweise Studenten, sondern auch Senioren.

Aber nicht nur auf die digitale Infrastruktur legen Mieter besonderen Wert. Auch der Faktor „Behaglichkeit“, also das Wohlbefinden am Wohnort, wie zum Beispiel eine gute Nachbarschaft wird eine wichtige Rolle spielen. Neben den sozialen und digitalen Aspekten soll auch der Beruf in gute Nachbarschaften integriert werden. So prognostizieren die Institute eine verstärkte Bildung von Home Offices und sogenannter „Coworkingorte“, an welche die Arbeit ausgelagert werden kann. Auch wenn die tatsächliche Umsetzung sicherlich eine große Herausforderung darstellt und viele praktische Fragen aufwirft: Der Bedarf, vor allem an Mietwohnungen, wird auch in der Zukunft nicht abreißen.

Langenhagen, 21. November 2018  |  News
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